Errichtung, Restaurierung und Einweihung in Hövelhof-Riege
Errichtet 1960 · Neuaufbau 2010 · Einweihung 2. Mai 2010
Der Bildstock von 1960
HERZ-JESU-KIRCHENGEMEINDE HÖVELRIEGE
Pfarrer Josef Weisgut ließ den Bildstock im Jahre 1960 errichten. Hergestellt wurde er ursprünglich von Martin Apelmeier und Franz Seipolt. Aus Anlass des Goldenen Ordensjubiläums von Schwester Oberin Bega überreichte Pfarrvikar Wilhelm Eickhoff den Bildstock als Geschenk. Eine neue Madonna dazu schenkte damals zum gleichen Anlass die Frauengemeinschaft.
Abbau, Stiftung und Neuaufbau
2009 / 2010
Im Zuge des Schwesternhaus-Abrisses im Jahr 2009 wurde der Bildstock aus sicherheitstechnischen Gründen abgebaut und eingelagert. Der mittlerweile desolate Zustand des Bildstocks bewegte das Ehepaar Mechthild und Manfred Wiethoff dazu, durch eine Stiftung die Restaurierung zu ermöglichen.
In der Werkstatt von Tischlermeister Bernhard Rodehutskors wurde aus Eichenholz ein kompletter Neuaufbau erstellt. Nur die Inschrift „DU MEINE MUTTER, ICH DEIN KIND 8.7.1960“ konnte nach mühevoller Arbeit erhalten werden. Die Muttergottesstatue mit dem Jesuskind, bisher einfarbig gestrichen, wurde durch „Dorfkünstler“ Dagobert Piecuch kunstvoll mit neuen, ansprechenden Farben überarbeitet.

Die in Beton gegossene Metallhalterung wurde durch Kompaniechef Manfred Bröckling (Hövelrieger Kompanie) erstellt und gestiftet; die Firma Albert Joachim (Inh. Josef Joachim) ermöglichte, ebenfalls durch eine Stiftung, die Verglasung des Bildstocks.
Mit handwerklichen und zugleich künstlerischen Meisterleistungen entstand so wieder ein Bildstock im neuen Glanz, der unserer „Lieben Fürsprecherin und Mittlerin“ einen würdigen Rahmen verleiht.

Einweihung am 2. Mai 2010
SONNTAG, 2. MAI 2010
Am Sonntag, dem 2. Mai 2010, wurde in der Herz-Jesu-Kirchengemeinde Hövelriege der von Grund auf restaurierte Bildstock mit der Statue der Heiligen Muttergottes Maria vor dem ehemaligen Schwesternhaus eingeweiht. Direkt neben dem Katholischen Kindergarten und gegenüber der Herz-Jesu-Kirche fand er hier seinen neuen Platz.
Eingeleitet wurde die Einweihung mit einem Hochamt in der Herz-Jesu-Kirche. Begleitet von der Blaskapelle Hövelriege zogen die Gottesdienstbesucher mit feierlichen Marienliedern, zusammen mit Zelebrant Pastor Bernd Haase und Diakon Dietmar Kluss, in einer Prozession zum ehemaligen Schwesternhaus. In einer sehr schönen und würdigen Andacht weihte Pastor Bernd Haase vor einer großen Besucherschar den stattlichen Bildstock ein.




Die Kirchengemeinde Hövelriege bedankt sich nochmals recht herzlich bei allen Spendern und freut sich über den renovierten Bildstock, der das ganze Jahr zum Verweilen einlädt.
Gedenktafel zum Schwesternhaus
GESTIFTET VOM EHEPAAR WIETHOFF
Der durch eine Stiftung des Ehepaares Mechthild und Manfred Wiethoff von Grund auf restaurierte und im Mai 2010 eingeweihte Bildstock mit der Statue der „Heiligen Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind“ ruft gleichzeitig auch das im Jahr 2009 abgerissene Schwesternhaus wieder in Erinnerung.
Um jedem Gemeindemitglied die Möglichkeit zu verschaffen, sich mit den geschichtlichen Daten des ehemaligen Schwesternhauses vertraut zu machen, stiftete das Ehepaar Wiethoff darüber hinaus auch eine Gedenktafel in unmittelbarer Nähe des Bildstocks.

TEXT DER GEDENKTAFEL: „BILDSTOCK ZUR ERINNERUNG AN DAS SCHWESTERNHAUS“
Der hier aufgestellte Bildstock mit der Statue der „Heiligen Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind“ erinnert an das in den Jahren 1952/1953 in Eigenleistung erbaute Schwesternhaus der Herz-Jesu-Kirchengemeinde Hövelriege. Er soll aber auch an das segensreiche Wirken der „Barmherzigen Schwestern des Hl. Karl Borromäus“ erinnern, die hier, in den Bereichen der Krankenpflege unter der Leitung von Sr. Josua und der Kindergartenbetreuung durch Leiterin Sr. Pia, jahrzehntelang tätig waren.
Der zum Ende des Zweiten Weltkrieges ausgelöste Flüchtlingsstrom führte zunächst Sr. Bega (Oberin) und Sr. Josua (Krankenschwester) im Jahr 1946 in die Herz-Jesu-Kirchengemeinde nach Hövelriege. Hinzu kamen im Laufe der folgenden Jahre noch Sr. Maria, Sr. Stilita, Sr. Pia und Sr. Thoma, von denen Sr. Pia und Sr. Stilita bis zur Auflösung der Schwesternstation zum 31.12.2003 in vielfältiger und selbstloser Weise gewirkt haben. Zur Verabschiedung von Schwester Pia und Schwester Stilita wurde, unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, am 4. Januar 2004 ein Pontifikalamt von Weihbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann in Riege gefeiert. Im Zuge der Umstrukturierungen wurde das Schwesternhaus schließlich im Jahre 2009 abgerissen, sodass heute nur noch der Kindergarten zu sehen ist.
Bereits 1960 wurde hier, auf Veranlassung von Pfarrer Josef Weisgut, durch Martin Apelmeier und Franz Seipolt ein Bildstock errichtet. Aus Anlass des Goldenen Ordensjubiläums von Schwester Oberin Bega überreichte Pfarrvikar Wilhelm Eickhoff den Bildstock als Geschenk. Eine neue Madonna dazu schenkte damals zum gleichen Anlass die Frauengemeinschaft.
Der mittlerweile desolate Zustand des Bildstocks bewegte das Ehepaar Mechthild und Manfred Wiethoff im Jahre 2010 dazu, durch eine Stiftung den Neubau des Bildstocks zu ermöglichen. Mit handwerklichem Geschick wurde daraufhin durch Tischlermeister Bernhard Rodehutskors und „Dorfkünstler“ Dagobert Piecuch ein kompletter Neuaufbau aus Eichenholz erstellt. Nur die Inschrift „DU MEINE MUTTER, ICH DEIN KIND 8.7.1960“ konnte nach mühevoller Arbeit erhalten werden. Am Sonntag, dem 2. Mai 2010, wurde der von Grund auf restaurierte Bildstock an dieser Stelle vor dem ehemaligen Schwesternhaus von Pastor Bernd Haase eingeweiht, der unserer „Lieben Fürsprecherin und Mittlerin“ einen würdigen Rahmen verleiht.
Text der Gedenktafel: Georg Bökamp. Text und Fotos zur Verfügung gestellt von Manfred Wiethoff.
