Dagobert Piecuch ist der künstlerische Gestalter:
Neues Mühlenschild Furlmühle in Riege
Die Mühlen am Furlbach sind ein Wahrzeichen des Ortsteiles Riege. Auf eines der ältesten Bauwerke, die über 400 Jahre alte Furlmühle – im Volk-smund auch „Hammersmühle“ – weist ein Schild hin, das jetzt neu gestaltet und an der Einmündung des Furlweges in die Detmolder Straße im Zentrum Rieges wieder aufgestellt wurde.
Das Werk geht auf den heimischen Künstler Dagobert Piecuch zurück, der hier viel „Herzblut“ einfließen ließ – hat er doch selbst mit seiner Familie viele Jahre in der Furlmühle gelebt. Die Kommentare reichen von „Kann sich sehen lassen“ bis „Ein neues Wahrzeichen Rieges“.
Das Projekt „Mühlenschild“ geht auf eine Initiative der „Dorfgemeinschaft Hövelriege/Riege“ zurück. Unser Foto zeigt (von links) die Vorsitzende Doris Dresselhaus-Bee, den Projekt-Koordinator Manfred Wiethoff, Bürgermeister Michael Berens, den künstlerischen Gestalter des Schildes Dagobert Piecuch und den Baumeister Michael Nordhoff.

Foto: Bee
Dritter Museumslehrer im Schulmuseum Riege
Der ehemalige Rektor der Hövelhofer Mühlenschule, Manfred Robrecht, verstärkt ab sofort das Team der Museumslehrer des Dorfschulmuseums Riege. Zum Ende des vergangenen Schuljahres ist der neue dritte Museumslehrer aus dem aktiven Schuldienst ausgeschieden und in die Freizeitphase der Altersteilzeit gewechselt.
Damit kann der anhaltende Zustrom von circa dreitausend angemeldeten Gästen pro Jahr in Hövelhof-Riege leichter bewältigt werden. Etwa 30 Prozent der Besucher sind Schulklassen, 70 Prozent entfallen auf Erwachsenengruppen – alle erhalten das ganze Besucherprogramm.

ViSP.: Hermann Ilskens, Dorfgemeinschaft Hövelriege-Riege e.V., Telefon 05257-5009126
Darüber ist man besonders in der „Dorfgemeinschaft Hövelriege/Riege e.V.“, die Trägerin des Museums ist, sehr stolz. Doris Dresselhaus-Bee, die Vorsitzende: „Dieses einmalige Museum ist der kulturelle Glanzpunkt unserer Ortsteile. Dass wird die dritte Leiterstelle besetzen konnten, erfüllt uns mit Freude.“
Rektor Robrecht ist im Schulmuseum kein Neuling. Seit den Anfängen in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat er dem Begründer des Museums, dem 1999 verstorbenen Rektor Wolfgang Paul, beim Aufbau geholfen. Auch danach hat Manfred Robrecht die weitere Entwicklung hilfreich begleitet. In Zukunft wird er – frei von den vielen Pflichten eines Schulleiters – bei der Gästebetreuung mitarbeiten.
Angemeldete Gruppen ab zwölf Personen bekommen im Museum, das in der alten Rieger Dorfschule in der Junkernallee seinen Sitz hat, einen Überblick über die Entwicklung des deutschen Schulwesens. Mehr noch: In heiterer Form wird im historischen Klassenzimmer Unterricht nach der Preußischen Schulordnung von 1872 erteilt. Danach können sich die Besucher die Ausstellungsräume ansehen und durch den historischen Schulgarten spazieren. Dieser wird von einem Gartenteam – bestehend aus Mitgliedern der Hövelrieger Kolpingfamilie und der im gleichen Gebäude ansässigen Biologischen Station Senne unter Leitung von Gärtnermeister Michael Schwan – vorbildlich gepflegt. Auch interessierte Einzelpersonen können das Museum besuchen: Hierzu müssen sie die Gruppentermine erfragen und sich einer Gruppe anschließen.
Informationen zum Schulmuseum gibt es auch im Internet: Unter www.hoevelhof.de und den Menüpunkten „Tourismus & Verkehrsverein“ sowie „Dorfschulmuseum“ wird ein Film mit einer Laufzeit von 45 Minuten gezeigt.
Gruppen können sich anmelden bei Rektor i.R. Manfred Schneider, Telefon 05257-3785, Realschullehrer i.R. Lutz Grönert, Telefon 05257-3705 und Rektor a.D. Manfred Robrecht, Telefon 05207-1730. Der Eintritt im Museum ist übrigens kostenlos. Da sowohl die Museumslehrer als auch die Gärtner ehrenamtlich arbeiten, wird für den Museumsbesucht lediglich um eine freiwillige Spende von einem Euro pro Person gebeten – diese kommt der Unterhaltung des Museums zugute.
Im Schulmuseum in Riege – so stellen Fachleute übereinstimmend heraus – überzeugt die historische Einheit des 200 Jahren Schulhauses, das unter Denkmalschutz steht in Verbindung mit der historischen Schulglocke im Türmchen auf dem Schuldach, dem historischen Schulgarten und der reichen Innenausstattung. Außer dem historischen Klassenraum gibt es eine Sammlung von 1200 Schulbüchern aus den letzten zwei Jahrhunderten, eine Gerätesammlung von der „Laterna Magica“ bis zum ersten Tonfilmgerät in der Schule und von Arbeitsmitteln der Kinder aus allen Epochen der Schulgeschichte. Eine einmalige Sehenswürdigkeit in ganz Westfalen ist das „Goldene ABC“ im Flur des Schulhauses, das Lebensregeln enthält, die auch in unserer Zeit nichts von ihrer Bedeutung verloren haben.
Dieses außergewöhnliche Schulmuseum wird – da sind sich alle Beteiligten einig – noch einige Zeit viele Gäste empfangen können.
Es werden kostenlose Führungen nach Terminvereinbarung unter folgenden Rufnummern angeboten:
Realschullehrer i.R. Lutz Grönert
Hövelwiese 16
Tel. 05257/3705
Rektor i.R. Manfred Robrecht
In den Lüchten 29
33758 Schloß Holte-Stukenbrock
Tel. 05207/1730
Rektor iR. Manfred Schneider
Westfalenstr. 19
Tel 05257/3785
